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Die Konfiguration der Firewall - Regeln ist ein sehr umfassendes Themengebiet. Änderungen sollten hier nur vorgenommen werden, wenn ein umfangreiches Verständnis der Thematik vorliegt, oder nach genauer Anleitung vorgegangen wird. Es ist unumgänglich über diese Dokumentaion hinaus sehr gute Kenntnisse des IP - Protokolls im Allgemeinen und IT - Sicherheit im Speziellen zu besitzen.
Nach der Grundinstallation sind generell die wichtigsten Regeln vordefiniert, die zur grundlegenden Kommunikation mit dem Internet benötigt werden.
Die Standardregel besagt: Es ist alles verboten, was nicht ausdrücklich erlaubt wurde.
Alle IP - Pakete werden also verworfen, falls es keine Rege gibt, die diese zulassen. Auch Daten, die der IPEX selbst mit dem Internet austauscht (z.B. DNS - Abfragen) müssen erst ausdrücklich freigeschaltet werden. Im den Standard - Regeln nach der Grundinstallation ist dies allerdings bereits der Fall.
Im Folgenden eine grobe Übersicht über die Navigationsstruktur im Bereich der Firewall - Konfiguration:
Abbildung 5.1. Ordnerstruktur der Firewall - Konfiguration

Im diesem Bereich werden unterschiedliche Anwendungsprotokolle zur Anwendung in Firewall - Regeln definiert. Dies ist aufgegliedert in zwei weitere Strukturen:
Die üblichsten Anwendungsprotokolle wie z.B. "http", "ftp", "pop3", "smtp" und viele weitere sind bereits vordefiniert. Diese Protokolle lassen sich nur zu Informationszwecken einsehen, nicht aber editieren oder löschen.
Unterhalb dieses Ordners können, falls notwendig, eigene Anwendungsprotokolle definiert und dann in Regeln verwendet werden.
Durch anklicken dieses Ordners erhält man eine Übersicht aller definierten Firewall - Regeln. Die Ansicht ist filterbar nach verschiedenen Zonen.
Dient der Neuanlage eine Firewall - Regel.
Durch öffnen des Ordners gelangt man in eine Ansicht, die es erlaubt alle vordefinierten Protokolle einzusehen. Änderungen sind wie bereits beschrieben nicht möglich.
Abbildung 5.2. Vordefinierte Firewall - Protkolle

Gehen Sie auf: Firewall --> Protokolle --> Vordefinierte --> z.B. "FTP Passive".
Sie können hier erkennen wie das Anwendungsprotokoll aus Sicht der Firewall aufgebaut ist. Es ist möglich ein Anwendungsprotokolle aus verschiedenen TCP oder UDP - Protokollen "zusammenzubauen". Eine Änderung der vordefinierten Protokolle ist nicht möglich, sie können aber als "Anschauungsmaterial" zur Erstellung eigener dienen. Die Bedeutung der einzelnen Felder wird bei der Definition eigener Protokolle erklärt.
Folgende Protokolle sind derzeit angelegt:
Eine Regel mit diesem Protokoll, schaltet den kompletten IP - Verkehr in eine bestimmte Richtung frei.
Dies sollte nur dann passieren, wenn es keine andere Möglichkeit gibt, oder man genau weis was man tut.
Dieses Protokoll wird vom Spamfilter benötigt, um Datenbanken mit registrierten Spammails abzufragen.
Domain Name Service. Dient der Namensauflösung.
Elektronische Steuererklärung in Deutschland.
File Transfer Protocol. Wird z.B. oft zur Aktualisierung der eigenen Homepage eingesetzt. Sicherer ist es das "Passive" Protokoll zu verwenden.
S.o.; jedoch in einem Firewall - Umfeld die meist bessere Variante. Funktioniert in den meisten Fällen.
Elektronisches Banking.
Das HTTP - Protokoll; wird zum "surfen" im Internet benötigt.
Verschlüsselte HTTP - Seiten. Z.B. beim Ausfüllen von Formularen.
Protkoll zum Zugriff auf Citrix - Terminalserver.
Lässt die Zustellung von ICMP - Fehlermeldungen zu.
Zugriff auf Mailserver per IMAP - Protokoll. Die Emails werden hierbei auf dem Server gespeichert und verwaltet.
S.o. aber die Daten dürfen mittels SSL verschlüsselt sein.
Das IPSEC - Protokoll wird zum Aufbau von sog. VPN - Tunneln benötigt.
Internet Relay Chat.
Zugriffsprotokoll des Microsoft SQL - Servers.
Zugriff auf Mysql - SQL - Server.
Zugriff auf News Server mit einem News - Client und des NNTP - Protokolls.
Network Time Protocol. Wird zum Abgleich von Rechner - Uhren über das IP - Protokoll benötigt.
Pcanywhere Fernwartungsprotokoll.
ICMP - Ping zum Testen der Erreichbarkeit einzelner Rechner.
Abholen von Email von einem Server. Die Mails werden dabei auf dem Server gelöscht und dort nicht verwaltet. POP3 <-> IMAP-
S.o. aber die Daten dürfen mittels SSL verschlüsselt sein.
Point To Point Tunneling Protocol. Analog zu IPSEC ebenfalls ein VPN - Protokoll.
Remote - Desktop - Client. Zugriff auf Microsoft Windows - Terminalserver.
Real - Time - Streaming - Protocol. Wird z.B. vom "Real - Player" zum Abspielen von Ton,- Videoinhalten verwendet.
Micrososft - Protokoll zum Zugriff auf Fileserver.
Simple Mail Transfer Protocol. Wird zum Verschicken von Emails benötigt.
S.o. aber die Daten dürfen mittels SSL verschlüsselt sein.
Secure Shell. Anmeldung an der Textkonsole eines anderen Rechners. Analog zu Telnet, die Daten werden aber verschlüsselt übertragen.
UNIX - Protokollierungsdienst.
Zugriff auf eine entfernte Textkonsole eines anderen Rechners. Analog zu "SSH", die Daten werden aber unverschlüsselt übertragen.
Diagnoseprotokoll zum Überprüfen von Routingwegen.
Dieser Bereich umfasst nur die definierten Protokolle. Diese sind zunächst in keinster Weise freigeschaltet oder zugelassen. Dies passiert erst im Zusammenhang mit den Firewall - Policies.